Antrag der Fraktion Die GRÜNEN Lichtenfels:

 

Das Stadtparlament möge beschließen:

Die Stadt Lichtenfels wird keine weiteren Wegeparzellen verkaufen. Falls zur Bewirtschaftung durch die Landwirtschaft bzw. Anlieger Wegeparzellen hinderlich sind, können diese von den Landwirten auf Antrag mitbewirtschaftet werden, sofern keine Interessen anderer Anlieger entgegenstehen. Die Fläche des Weges wird am Grundstücksrand stillgelegt und der Natur überlassen oder als Hecke mit Mitteln des Naturschutzes bepflanzt.

Diese Flächen werden zur besseren Übersicht in ein Kataster eingetragen.

Eine Umschreibung, offizielle Entwidmung, Vermessung, etc. erfolgt nicht, um Kosten zu sparen.

 

Begründung:

Unsere landwirtschaftlichen Flächen werden infolge der geänderten Bewirtschaftungsweisen immer größer. Daraus folgt, dass viele Wege überflüssig werden. In der Folge verschwinden immer mehr Hecken und Wegerandflächen, die vormals den Bienen, anderen Insekten und Vögeln als Nahrung dienten. Die Raps- und Maisblüte ist für die Bienen eine Stresszeit mit totalem Überangebot. Vorher und nachher herrscht Mangel.

Wir müssen, so gut es möglich ist, dieser Entwicklung die Brisanz nehmen. Mit der planvollen Nutzung von umgelegten Wegeparzellen und Feldwegerändern wäre ein erster Schritt gemacht.

Dorli Rauch, Fraktionsvorsitzende