Besuch Naturkost Laden


Am 01.02.2016 besuchte der Ortsverband Lichtenfels den Natur Kost Waren Handel von Arnd Lipinski.

 

 

 

Die GRÜNEN Lichtenfels habe den Bioladen in Frankenberg besucht und sich über den Stand der Vermarktung und Akzeptanz der Biolebensmittel in Frankenberg informiert.

Der Bioladenbesitzer Arnd Lipinski, ein ausgebildeter Landwirt, stellte uns seine Angebotsvielfalt ausführlich und engagiert vor. Hier findet der Verbraucher von Grundnahrungsmitteln - wie Brot, Milch, Gemüse, Reis, Nudeln usw. bis Genussmittel wie Wein, Schokolade, Gebäck... eine reiche Auswahl an Biolebensmitteln, ebenso wie nebenwirkungsfreie Kosmetikartikel.

Oft würde der etwas höhere Preis der Biolebensmittel bemängelt, so Lipinski, aber wenn man bedenke, dass im Biobereich die Landwirte gerechtere Preise für ihre Arbeit bekommen und die Umwelt ebenso geschont wird wie das Grundwasser und darauf geachtet wird, dass die Tiere artgerecht gehalten werden, sollten die Verbraucher mit dem etwas höheren Preis für die Biolebensmittel einverstanden sein.

Schell lässt sich viel Geld einsparen, wenn weniger Fertigprodukte gekauft werden, so Arnd Lipinski und die Gesundheit dankt es ebenfalls. So wird das Mehl für das Biobrot unmittelbar vor dem Backen gemahlen, was die Vitamine und wertvollen Keimöle im Brot hält. So seinen schon nach 4 Stunden nach dem Mahlen nur noch ca. 50% der Enzyme und wertvollen Keimölinhaltsstoffe vorhanden. Weiter führte er aus, dass Untersuchungen gezeigt hätten, dass ca. 20 bis 30% des Brotes weggeworfen würden.

Ebenso stellt er gegenüber, dass nach einer Untersuchung nur ca. 14% des Einkommens für Lebensmittel, aber ca.15% für Krankenkassen ausgegeben würden. Vor 40 Jahren seien für die Krankenkassen nur ca. 6% des Einkommens ausgegeben worden. 1/3 aller Krankheiten sind inzwischen ernährungsbedingt.

Der Naturkostladen auf dem Untermarkt in Frankenberg war einer der ersten in der Region und besteht schon seit 28 Jahren.

Die Produkte werden über den Naturkostfachhandel bezogen, der neben intensiever Zusammenarbeit mit den Erzeugern auch gute Projektarbeit mit den Bauern außerhalb Deutschlands mache, so z. B. im Teeanbaugebiet im Himalaja, wo jede Familie einen Gaskocher bekommen habe. Dadurch sparen die Frauen dort 2 bis 4 Stunden täglich ein, die sie für das Sammeln von Feuerholz zum Kochen in weit entlegenen Gebieten aufwenden müssten. Ebenso verhindert dies das Verschwinden der Wälder und mindert dadurch die Überschwemmungsgefahr in Indien.

Auch in Deutschland geben die Stadtwerke München den Allgäuer Bauern Bioprämien, da sie dann die Pestizide nicht aufwändig wieder aus dem Trinkwasser ausfiltern müssen. In Hopfenanbaugebieten seien schon viele Wasserwerke wegen des hohen Pestizideintrags ins Grundwasser geschlossen worden.

Die GRÜNEN Lichtenfels sahen sich darin bestärkt, weiterhin für den Bioanbau zu werben, aber auch insbesondere für ein Umdenken bei den Verbrauchern, denen ihre Gesundheit, gerechte Löhne für die Bauern und eine gesunde Umwelt die etwas höheren Preise wert sein sollten.